News

UBA: Vollständig auf erneuerbaren Energien basierende Stromversorgung Deutschlands im Jahr 2050 auf Basis in Europa großtechnisch leicht erschließbarer Potentiale – Analyse und Bewertung anhand von Studien

26.08.14

Kernaussage: 90 bis 100 % erneuerbarer Strom bis 2050 ist möglich; erheblicher Ausbau der Speicherkapazität ratsam, um Versorgungssicherheit in jedem Szenario sicherzustellen

Das Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt und Energie hat im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) eine Studie erstellt, die untersucht, inwieweit ein vollständig auf erneuerbaren Energien beruhendes Stromsystem mit hohen Importanteilen von rund 10 bis 20 % nach heutigem Stand des Wissens als technisch-ökologisch realisierbar angesehen werden kann. Dafür wurden sowohl deutsche, als auch europaweite Szenarien bis 2050 betrachtet und ausgewertet. Ergebnis: Bereits mit den heute verfügbaren Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien könnte in Deutschland bilanziell mehr Strom aus regenerativen Quellen erzeugt werden, als gegenwärtig verbraucht wird – auch unter Beachtung von Nachhaltigkeitsstandards. Die um ein Vielfaches über dem heutigen Stromverbrauch der jeweiligen Regionen liegenden Potenziale erneuerbarer Energien in Europa sowie in Nordafrika könnten in Zukunft zudem prinzipiell für die Mitversorgung Deutschlands durch Importe erschlossen werden. Einige der betrachteten Szenarien erfordern allerdings einen erheblichen Ausbau der Speicherkapazitäten, um eine Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Zur Studie (August 2014)