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Vierter Reaktor in Belgien musste wegen Explosion vom Netz - Grüne fordern komplette Abschaltung

02.12.14

Bereits im Sommer waren in Belgien drei von insgesamt sieben Reaktoren abgeschaltet, wie Betreiber Electrabel berichtet hat (vgl. News 8/2014). Durch die Ausfälle in Belgien war die nukleare Kapazität des Landes etwa halbiert und die Stromversorgung in Gefahr. Nun ist ein vierter Reaktor vom Netz gegangen, nachdem ein elektrisches Feuer eine Explosion ausgelöst hatte. Zwar ist der Reaktor mittlerweile neugestartet worden, doch die Sicherheit ist stark in Frage gestellt.

Die nordrhein-westfälische Landtagsfraktion der Grünen forderte gestern zum wiederholten Male die Abschaltung des rund 70 Kilometer westlich von Aachen gelegenen Meilers namens "Tihange 3." „Die Risiken von Atomkraft machen an Landesgrenzen nicht halt", sagte die Grünen-Landesvorsitzende Mona Neubaur gestern in Düsseldorf. Bereits in der Vergangenheit musste das Kraftwerk mehrfach wegen Sicherheitsüberprüfungen und Mängeln heruntergefahren werden. Daher müsse der Betreiber Electrabel die einzig richtige Konsequenz ziehen. "Die Schrottreaktoren in Tihange müssen endlich vom Netz," so die Politikerin wortwörtlich.

Zur Originalquelle (Die Grünen, Dezember 2014)