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US-Energieversorger verdoppelt Strompreis, um AKW wirtschaftlich zu halten

19.01.15

Der Einsatz von Kernenergie wird für immer mehr Energieversorger zunehmend unwirtschaftlich. In den USA musste soeben Exelon, der größte Betreiber von Atomkraftwerken in den USA, seine Strompreise verdoppeln, um einen Reaktor in New York noch wirtschaftlich betreiben zu können, wie Bloomberg berichtet. Im Dezember hat Konkurrent Entergy einen Reaktor in Vermont stillgelegt, der keinen Gewinn mehr erzielte. In den USA sind die Stromhandelspreise durch den Schiefergas-Boom eingebrochen und drängen dadurch konkurrierende fossile Kraftwerke aus dem Markt.

Dieser Trend zu immer teurerem Atomstrom ist nicht nur in den USA zu beobachten. Laut Greenpeace führt die Alterung von Reaktoren in fast allen europäischen Ländern mit Atomenergie zu höheren Kosten für die Betreiber. Dazu kämen gestiegene Sicherheitsanforderungen, die den Einsatz der Kernenergie auf Dauer unwirtschaftlich machten. Zudem fehle weltweit eine Lösung für die Endlagerung hochradioaktiven Atommülls. In der aktuaisierten Studie "Was Strom wirkich kostet" legt der Umweltschutzverband offen, dass Atomenergie zwischen 1970 und 2014 direkte und indirekte Subventionen vom deutschen Staat in Höhe von 219 Mrd. Euro erhalten hat.

Zur Originalquelle (Greenpeace, Janauar 2015)