News

UN-Statistiken: Wetterextreme erzeugen in Deutschland pro Jahr Schäden in Höhe von 1,1 Mrd. US-Dollar, 312 Tote

13.11.14

Die Folgen von Hochwasser, Sturm und Hitzeextremen werden noch immer unterschätzt, obwohl sie weltweit zunehmen. Der Versicherungskonzern Swiss RE berichtet in seiner jüngsten Sigma-Studie von weltweiten Verlusten durch Naturkatastrophen und menschenverursachten Disastern in Höhe von 45 Mrd. US-Dollar allein im Jahr 2013. In Europa führten Flutkatastrophen im Jahr 2013 zu 25 Todesfällen und erzeugten Schäden in Höhe von 11,9 Mrd. Euro wie die Zürich-Versicherung in einem Report aufsummiert.

Das Institut der United Nations für Disaster-Reduktion (UNISDR) listet für Deutschland einige erschreckende Zahlen auf: Zwischen 1980 und 2010 hätten Naturkatastrophen pro Jahr etwa 1,1 Mrd. US-Dollar Schaden pro Jahr angerichtet. In diesem Zeitraum seien 9.662 Menschen in Deutschland durch Wetterextreme getötet worden. Die größten materiellen Schäden seien zwar durch Hochwasser und Stürme entstanden, die allermeisten Todesfälle (9.355) aber verzeichnet das UNISDR durch extreme Temperaturen. Die Hitzewelle im Sommer 2003 hat demnach in Deutschland 9.355 Tote gefordert, in Europa laut einer EU-Studie rund 70.000 Tote. Pro Jahr werden durch Naturkatastrophen durchschnittllich 312 Deutsche getötet.


Schäden verschiedener Desaster in Deutschland (Grafik: The OFDA/CRED International Disaster Database)

Zur Originalquelle (UNISDR, abgerufen am 13.11.2014)

Risiko-Report Fluten Zentraleuropa 2013 (Zürich-Versicherung, Juni 2014)

Sigma-Studie "Natural catastrophes and man-made disasters 2013" (Swiss Re, März 2014)