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Siegeszug erneuerbarer Energien hält an - Ölkonzerne erwarten vor allem mehr Nachfrage nach Öl und Gas

20.11.14

Glaubt man dem BP Energy Outlook 2035 (vgl. Studie 1/2014), so werden grüne Technologien auch in 30 Jahren die fossilen Brennstoffe nicht ablösen können. Ölkonzerne wie die British Petroleum (BP) oder Exxon Mobil versuchen in ihren Prognosen die Dominanz von Öl, Gas und Kohle zu untermauern. Dabei geht aus Statistiken der US-Umweltbehörde EIA hervor, dass bei der Stromerzeugung erneuerbare Energien bis 2040 weltweit am stärksten wachsen. Der Anteil fossiler Energieträger bei der Stromerzeugung wird sich dagegen um 13 Prozent verringen, wie die Internationale Energieagentur (IEA) prognostiziert - von 68% in 2012 auf 55% in 2040.

Auch die Energy-Charts des Fraunhofer ISE zeigen einen klaren, wenn auch leicht verlangsamten Trend zu erneuerbaren Energien. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2014 wurde immerhin sieben Prozent mehr Strom aus Photovoltaik gewonnen als im Vorjahr. „Die Wettbewerbsfähigkeit Erneuerbarer Energien nimmt weltweit zu", belegt auch eine aktuelle Studie von Rödl & Partner. Ende 2013 produzierten Solarenergie-, Windenergie-, Biomasse-, Tiefengeothermie- und Wasserkraftanlagen mit einer Leistung von rund 1.550 GW (+8 % gegenüber Vorjahr) weltweit über 5.050 Terawattstunden (TWh) regenerativen Strom (+5 % gegenüber Vorjahr). Neuinvestitionen in Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien stiegen 2013 weltweit auf rund 185 Milliarden Euro, der Sektor beschäftigt mittlerweile 6,5 Millionen Menschen.

Stromerzeugung in Deutschland bis Oktober 2014 im Vergleich zum Vorjahr (Grafik: B. Burger/Fraunhofer ISE)

Zur Originalquelle (Fraunhofer ISE, November 2014)