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Shells Ölförderung sank in den letzten Jahren um ein Fünftel, obwohl die Investitionen im gleichen Zeitraum vervierfacht wurden

31.01.14

Die Förderung von Erdöl- und Erdgas wird für Mineralölkonzerne immer teurer und schwieriger. Die Geschäftsberichte offenbaren seit Jahren Probleme im Fördersektor (vgl.News vom 2.7.2013). Immer tiefer müssen die Konzerne in die Erde bohren und immer weiter auf das Meer hinausfahren. Verzögerungen, technische Pannen und Unfälle häufen sich. Der jüngste  Geschäftsbericht von Europas größtem Mineralölkonzern Royal Dutch Shell macht hier keine Ausnahme. Betrachtet man die Berichte der vergangenen Jahre so ist ein ständiges Sinken des so genannten Erntefaktors zu erkennen: Die Gewinne sind um 20 Prozent gesunken, obwohl die Investitionen in die Förderung sich vervierfacht haben.

Wie Shell am Donnerstag mitteilte, mussten bei der Öl- und Gasförderung im vierten Quartal 2013 Abschreibungen in Höhe von 2,7 Mrd. US-Dollar verbucht werden. Als Ursache gab das Unternehmen unter anderem zu teure Bohrungen in Alaska, sowie Sicherheitsprobleme im Förderland Nigeria an.

Unter dem Strich verdiente Shell im vergangenen Jahr 16,4 Milliarden US-Dollar - ein Einbruch von 39 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Unternehmen hatte den Gewinnrückgang bereits am 17. Januar vorab verkündet. Shell hatte allein im vierten Quartal 700 Millionen US-Dollar und 2,7 Milliarden Dollar für das Gesamtjahr auf das Upstream-Geschäft - also die Förderung von Öl- und Gas - abgeschrieben.

Zur Originalquelle (Royal Dutch Shell,30. Januar 2014)