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Goldman Sachs: Öl- und Gasfelder im Wert von fast einer Billion US-Dollar sind derzeit unrentabel

18.12.14

Zeichnet sich das Ende des fossilen Zeitalters schon ab? Nachdem der Preis für die Rohölsorte Brent seit Juni um 45 % gefallen ist, kommen jedenfalls viele Mineralölkonzerne ins Schleudern. Förderprojekte im Wert von 930 Milliarden US-Dollar seien bei einem Preis von 60 bis 70 US-Dollar pro Barrel nicht mehr rentabel. Das ist das Ergebnis einer Analyse der US-Bank Goldman Sachs, die der Financial Times vorliegt. Die Analysten haben insgesamt 400 Öl- und Gasfelder ausgewertet und sind zu der Erkenntnis gekommen: Bei einem Rohölpreis von 70 US-Dollar pro Barrel würde sich bis zum Jahr 2020 die Förderung von 2,3 Millionen Fässern Öl pro Tag nicht mehr rentieren. Im Jahr 2025 wären es bereits 7,5 Millionen Fässer am Tag, die nicht gefördert werden würden.

Immer tiefer müssen die Mineralölkonzerne bohren, immer weiter hinaus aufs Meer fahren, um Öl und Gas zu fördern. Der Gewinn von Konzernen wie Shell ist in den letzten Jahren bereits um 20 % Prozent eingebrochen (vgl . News 1/2014). Die einzigen, die von dem Abwärtstrend nicht betroffen sind, sind derzeit noch die Schiefergas- Förderprojekte. Doch auch hier scheinen die Tage gezählt zu sein: Die Rockefeller-Stifung RBF hat offiziell bekanntgegeben, nichts mehr in klimaschädliche, fossile Energieträger investieren zu wollen. Von Kohle- und Teersand-Projekten hat sich die die Stiftung des einst größten amerikanischen Ölmilliardärs bereits zurückgezogen, weitere Schritte sollen folgen.

Zur Originalquelle (Rockefeller Brothers Fund, September 2014)