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Feinstaub: 47.000 Tote pro Jahr in Deutschland - EPA beweist schädliche Auswirkungen durch Versuche an Menschen - Elektromobilität profitiert

17.04.14

Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes (UBA) gibt es in Deutschland jährlich im Schnitt rund 47.000 vorzeitige Todesfälle infolge der zu hohen Feinstaubbelastung, zum Beispiel durch akute Atemwegserkrankungen oder Lungenkrebs. In Stuttgart ist der zulässige EU-Jahresgrenzwert für Feinstaub bereits überschritten. UBA fordert für LKWs mit Verbrennungsantrieb bereits seit langem ein Fahrverbot in Innenstädten.

Bereits im März hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Statistik veröffentlicht, nach der es 2012 doppelt so viele Tote wegen Luftverschmutzung gab wie im Vorjahr. Die US-Umweltschutzbehörde EPA führt derzeit die so genannte "Teen Aire"-Studie fort, mit der sie die gesundheitsschädlichen bis tödlichen Wirkungen von Dieselabgasen und Feinstaub auf Menschen bewiesen hat. Zu diesem Zweck wurden junge Menschen mit Atemwegs- und Herzerkrankungen in einem Glaskasten direkt verschmutzter Luft ausgesetzt. Die US-Öffentlichkeit ist empört, weil die beteiligten Versuchspersonen offenbar unzureichend über die Risiken aufgeklärt wurden. Das Resultat der Studie ist jedoch schon jetzt eindeutig: Je kleiner die Feinstaub-Partikel, desto größer die Gefahr für die Gesundheit.

Das zunehmende Bewusstsein gegenüber der Luftverschmutzung und deren Risiken ist ein starker Treiber der Elektromobilität. Bereits jetzt kann man in China den Trend zu vollelektrischen Fahrzeugen deutlich ablesen, da deren Zulassung unbegrenzt erlaubt ist, die von Verbrennungsfahrzeugen jedoch per Losverfahren bestimmt wird. Eine Studie des Marktforschungsunternehmens Navigant Research erwartet, dass dadurch die Verkaufszahlen reiner Elektrofahrzeuge in China bis 2017 auf 152.000 Fahrzeuge ansteigen werden. Einer der Verkaufsschlager in China ist der BMW i3, der seit Herbst in Leipzig produziert wird.

Zur Originalquelle (UBA, April 2014)

Zur Originalquelle (EPA, März 2014)