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E.ON trennt sich von Geschäft mit AKW, Gas und Kohle - Greenpeace: Geld für AKW-Rückbau muss gesichert werden

01.12.14

Der Aufsichtsrat des bislang größten deutschen Energieversorgers E.ON hat am Sonntag eine radikale Umstrukturierung beschlossen. Das Kerngeschäft mit den fossilen Energieträgern Kohle, Öl, Gas und Atomkraft soll abgegeben werden. "Das bisherige breite Geschäftsmodell von E.ON wird den neuen Herausforderungen nicht mehr gerecht", so Vorstandschef Johannes Teyssen. In Zukunft wolle sich das Unternehmen auf erneuerbare Energien, Energienetze und Kundenlösungen konzentrieren.

E.ON reagiert mit der Radikalkur auf den Preissturz bei den Großhandelspreisen für Strom. Diese sind wegen der Überkapazitäten an Kraftwerken und dem Ausbau des Ökostroms allein seit Anfang 2013 um mehr als ein Viertel gefallen. Besonders im Bereich Kraftwerke musste E.ON in den vergangenen Jahren starke Verluste hinnehmen. Die fossile Energieerzeugung, sowie Exploration und globaler Energiehandel werden daher in einer neuen Kapaitalgesellschaft gebündelt. Die Analysten von Bernstein Research bezeichnen dies als eine Art "Bad Bank." Greenpeace warnte in einer Emailaussendung an die Presse davor, dass Steuerzahler für die Entsorgung der Atomkraftwerke aufkommen müssen. Dies müsse die Regierung verhindern. Greenpeace fordert von den Atomkraftwerks-Betreibern, ihre Rückstellungen für den Rückbau und die Lagerung des Atommülls insolvenzsicher in einen öffentlich rechtlichen Fonds zu überführen.

Zur Originalquelle (E.on, November 2014)