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Atomkraftwerke in den USA, Großbritannien, Frankreich und Belgien kämpfen mit Sabotage, Alterserscheinungen und Hackerangriffen

25.08.14

Die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Atomenergie wird weltweit durch diverse Probleme in Frage gestellt. Atomkraftwerke in Belgien, Frankreich, den USA und Großbritannien haben mit Alterungsschäden, Sabotagen und Hackerangriffen zu kämpfen. In Belgien sind derzeit drei von insgesamt sieben Reaktoren abgeschaltet, wie Betreiber Electrabel berichtet. Die belgische Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Sabotage. Durch die Ausfälle in Belgien ist die nukleare Kapazität des Landes etwa halbiert und die Stromversorgung in Gefahr.

In Großbritannien sind vier AKW zur Untersuchung vorsorglich stillgelegt worden, nachdem Risse an einem Reaktorkessel festgestellt worden waren, wie EDF bekanntgab. Insgesamt sind in den vergangenen Wochen fünf britische und drei belgische Atomkraftwerke ausgefallen. In Frankreich musste soeben erneut ein Kraftwerksblock des französischen Atomkraftwerks Cattenom wegen eines Störfalls vom Netz genommen werden, wie der Betreiber EDF berichtet.

Die US-Atomaufsichtsbehörde NRC hat gegenüber Fox News von drei Cyberattacken in den vergangenen drei Jahren berichtet, durch die sensible Informationen über Atomkraftwerke in fragwürdige Hände gelangt sein könnten. Insgesamt nehmen nach Monitoring-Berichten des US-Institutes für Cybersicherheit (ICS-CERT) derartige Cyberattacken zu. Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEO, Yukiya Amano, hat bereits 2013 offiziell auf einer Konferenz in Wien zugegeben, dass Atomkraftwerke mehrfach das Ziel von Cyberattacken waren.