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AGEB: Fossile Energieträger liefern 2014 immer noch 80 Prozent der Energie in Deutschland - 27,3 Prozent des Stroms aus Erneuerbaren

17.12.14

Deutschland will mit dem Aktionsprogramm Klimaschutz bis 2020 seine CO2-Emissionen um 40 Prozent reduzieren. Dafür müssen mindestens 62 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Energieeffizienz und Energiesparen sind die Zaubermittel, mit deren Hilfe Gabriel und Hendricks ihre erklärten Klimaziele doch noch erreichen wollen. Wie schwierig das werden könnte, belegen jüngste Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB).

Zwar konnte der Anteil von erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung zwischen 1991 und 2014 von 3,1 auf 27,3 Prozent gesteigert werden. Doch beim Gesamtverbrauch dominieren immer noch Mineralöl, Erdgas und Kohle mit 80 Prozent. Die Deutschen verbrennen immer noch ungebremst fossile Energieträger, um zu Heizen, Strom zu erzeugen und ihre Verbrennungsfahrzeuge anzutreiben.

Trotz des starken Einflusses der milden Witterung und des weiteren Ausbaus bei der Nutzung erneuerbarer Energien habe sich der Energiemix 2014 in Deutschland nur geringfügig verändert, so die AGEB. Zwar rechnet sie mit einem Rückgang des energiebedingten CO2-Ausstoßes von gut 5 Prozent im Jahr 2014 gegenüber 2013. Den stärksten Einfluss auf den deutlich zurückgegangenen Energieverbrauch hatten jedoch weder Energiespar-, noch Energieeffizienzmaßnahmen, sondern die milde Witterung.


Beim Gesamtenergieverbauch dominieren 2014 immer noch Mineralöl und Kohle (Grafik: AGEB 12/2014)

Zur Orignalquelle (AGEB, Dezember 2014)

Zur Originalquelle (BMWi, Dezember 2014)