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Deutschland bleibt Stromexporteur - Importabhängigkeit vor allem bei Uran und Mineralöl - Erneuerbare sparen Brennstoffimporte für 11 Mrd.

Deutschland exportiert seit 2003 mehr Strom, als es importiert. 2012 vervierfachte sich der Ausfuhrüberschuss im Vergleich zu 2011 nahezu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. 2010, ein Jahr vor Fukushima, habe der Überschuss nur bei 17,6 TWh gelegen, 2012 hingegen bei 22,8 TWh.

Die größte Importabhängigkeit Deutschlands besteht nicht bei Strom, sondern bei Mineralöl und Uran. Laut dem Jahresbericht der AG Energiebilanzen (AGEB) wurden 2013 71 Prozent des deutschen Energiebedarfs durch Importe abgedeckt. 2013 mussten 98 Prozent des Erdöls, 90 Prozent des Erdgases, 87 Prozent der Steinkohle und 100 Prozent des Urans importiert werden. Das macht Deutschland abhängig von steigenden Weltmarktpreisen, Krisen und Konflikten. Uran ist zudem ein Rohstoff, der sich rasant verknappen und verteuern wird, wie die Euratom Supply Agency (ESA) bereits 2009 prognostizierte.

Erneuerbare Energien können die Abhängigkeit von Rohstoffimporten reduzieren: Nach Berechnungen des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) haben regenerative Energien im Jahr 2011 Brennstoffimporte in Höhe von 11 Milliarden Euro ersetzt und mehr als 9 Milliarden Euro externe Kosten vermieden. 2012 konnten Erneuerbare bereits 36 Mrd. Euro an Importkosten vermeiden, so Uwe Beckmeyer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie.


Deutschland ist bei Öl, Gas und Steinkohle stark von Importen abhängig (Grafik: AGEB, Stand: März 2014)