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300.000 Tonnen Atommüll weltweit - 17.200 Tonnen in Deutschland bis 2022

Wie schnell wächst der Atommüllberg?

Im Durchschnitt alle 12 bis 24 Monate muss ein Kernkraftwerk heruntergefahren werden, um verbrauchte Uran-Brennelemente zu ersetzen. Dabei entstehen pro Reaktor 20 bis 30 Tonnen hochradioaktiven Atommülls pro Jahr.

Wohin damit?

Weltweit gibt es bereits rund 300.000 Tonnen des gefährlichen Sondermülls. Das Entsorgungsproblem ist in keinem Land zufriedenstellend gelöst: Bis 1982 wurden laut Nuclear Energy Agency 114.726 Tonnen Atommüll im Meer verklappt. Erst seit 1995 ist das Versenken von Atommüll im Meer weltweit verboten.

Wieviel Müll vermeidet Deutschland durch seinen Atomausstieg?

Allein in Deutschland hat die Atomindustrie laut Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) rund 14.000 Tonnen Atommüll produziert. Bis zum Atomausstieg 2022 werden es laut Schätzungen des BfS etwa 17.000 Tonnen sein. Ohne den Atomausstieg würde der Atommüll laut Experten bis 2040 auf fast 40.000 Tonnen anwachsen.


Durch den Atomausstieg begrenzt Deutschland bis 2022 den Atommüll auf 17.200 Tonnen (Grafik: Kiefermedia)

Radioaktiver Abfallbestand (BfS, abgerufen 12.3.2013)

Atommüll-Forschung (University of Cambridge, abgerufen am 12.3.2013)